Zuchtschauen aus zweierlei Sicht?


Uns gibt seit letzter Zeit ein wenig zu denken über die "offiziellen Zuchtverbände" und die vom VDH sogenannten Dissidenzvereine. Hier ein Auszug aus der Ausstellungsordnung des Vdh:
 
Zitat der Zuchtschauordnung des VDH vom 16.03.2008 unter www.vdh.de

§ 7 Zulassung von Hunden
1. Zugelassen sind nur Rassehunde, deren Standard bei der F.C.I. hinterlegt ist, die in ein von der F.C.I. anerkanntes
Zuchtbuch bzw. Register eingetragen sind und das vorgeschriebene Mindestalter von sechs Monaten
am Tage vor der Zuchtschau vollendet haben.
2. Bissige, kranke, krankheitsverdächtige, mit Ungeziefer behaftete und mißgebildete Hunde sowie Hündinnen,
die läufig oder sichtlich trächtig oder in der Säugeperiode oder in Begleitung ihrer Welpen sind, dürfen nicht in
das Zuchtschaugelände eingebracht werden.

(Stand Juli 2004. - Inzwischen dürfen läufige Hündinnen ausgestellt werden.)

 

So weit so gut.

Ist eigentlich bekannt, dass im Leonbergerclub und VDH auch HD-kranke Hunde ausgestellt werden dürfen oder Hunde, welche bereits körperlich erkrankt sind. Neuerdings sind auch läufige Hündinnen zu den Ausstellungen zugelassen. Die Vorlage von von Untersuchungsergebnissen der Leonberger sind nicht nötig. Allein die Ahnentafel und sowie die Anmeldung sind notwendig. Wenigstens die Rüden sollten etwas zwischen den Beinen tragen.

Mit einer Zuchtschau haben die Ausstellungen des DCLH (VDH) nicht mehr viel zu tun und können nur im geringen Teil als Richtwert für eine gesunde und wesensstarke Zuchttiere herangezogen werden. Es geht wohl hauptsächlich nach dem optischen Gefallen und den gerade aktuellen Trend (Schönheitsshow) des Richters und nicht nach der Gesundheit der dort beurteilten Hunde. Ob das "Gesicht" des Ausstellers selbst ein Rolle spielt können wir nicht einschätzen. Schade eigentlich das sie nicht viel über den eigentlichen Zuchtwert dieser Hunde aussagt.

Andererseits wird Hunden, auch wenn sie von FCI/VDH-Hunden abstammen, jede Teilnahme verweigert soweit sie keine Ahnentafel oder Registrierpapiere des VDH haben. Das könnte man verstehen. Jeder Verein hat seine Verordnungen und Bestimmungen.

Das Rassehunde für minder- oder nichtwertig Hunde bezeichnet werden ist an sich schon fragwürdig, passt aber zu unseren bisherigen Erfahrungen.

 
Leonberger Ausstellung
Leonbergerring - CACIB Nürnberg Januar 2007
 
Der selbe Verband, beziehungsweise ein großer Teil seiner Mitglieder macht sich lustig über die sogenannten Dissidenzvereine, über deren Richter und Zucht.

Warum nehmen sie dann aber zusätzlich an Dissidenzuchtschauen teil, wenn die Richter keine Ahnung haben und es außerhalb des VDH ihrer Meinung nach meist nur Schwarzzüchter und Vermehrer gibt?
 

Wir waren am 16.03. 2008 auf der Hundeausstellung unseres Verbandes der UCI e.V.
Da staunten nicht schlecht, das wir als "Dissidenten" die absolute Minderheit mit unserer Leonbergern auf der verbandseigenen Ausstellung waren. Fast alle Klassen waren belegt mit VDH/DCLH-Hunden, von der Babyklasse bis zur Zuchtklasse. Was macht ein VDH/DCLH-Zuchthund in der Zuchtklasse der Dissidenz? Für was soll das gut sein *grübel*?

Nicht das wir etwas gegen die Hunde des VDH/DCLH haben, wir sehen sie als gleichwertig an. Ist man im VDH/DCLH so pokalgierig, dass man auch noch der Dissidenz die Bewertungen wegnimmt? Die Wertungen des UCI e.V. zum Beispiel werden im VDH und auch im Leonbergerclub niemals anerkannt und taugen für die Züchter aus diesen Verein nur zum Hinterteil reinigen.

Für uns passt diese neue Erfahrung zu den bisher persönlich erlebten und Berichten anderer betroffener Hundefreunde.

Leonberger Zuchtschau 1905

Leonberger Ausstellung 19.-26.05.1905 Paris Schloss des Tuileries

auch hier: - Fortsetzug folgt -

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