Leonberger 2007
- Gedanken zu einem lehrreichen Jahr -


Wir möchten hier auf das vergangene Jahr zurück blicken. Es war in Sachen Hunde und dem drum herum für uns eines der lehrreichsten im bisherigen Leben.
Wie auf den bisherigen Internetseiten hinterlegt, spielen wir ja mit dem Gedanken eine Leozucht aufzubauen. Wir glaubten uns beim VDH, in diesem Fall dem DCLH e.V. am besten aufgehoben. Dort schien es die optimalen Zuchttiere und Züchter für unser Vorhaben zu geben. Ja, wir hatten damals noch die rosaroten Brillen auf. Hinweise, dass wir niemals mit unserem Leonberger zweiter Klasse zu einem kleinen Erfolg kommen würden, hatten wir beiseite geschoben und nahmen regelmäßig am Clubleben teil. Als sich dann auch noch der Präsident des DCLH e.V. selbst für die Phänotypisierung unseres Rüde einsetzte, wurden unsere rosaroten Brillen sogar noch mit Scheuklappen versehen.

Übung im Leonbergerclub
Leo bei der Aussbildung im DCLH e.V. - Landesgruppe Sachsen

Dann nach einer vierteljährigen Clubmitgliedschaft kam für uns die kalte Ernüchterung. Wir hatten die Kündigung unserer Leoclubmitgliedschaft im Postkasten. Ohne jede Begründung und diese ist uns der DCLH offiziell heute noch schuldig, obwohl wir diesbezüglich mehrfach nachgehakt haben. Wir starteten noch einen winzigen Versuch über den VDH unseren Leonberger integrieren zu können, man verwies uns nur wieder an den Leonbergerclub, wo wir ja nicht willkommen waren.
Wir begannen die Gründe zu suchen und fanden auch einige Leofreunde, welche sie uns nannten. Wir wissen nun wer und warum Einsprüche geltend gemacht hat. Die Gründe sind lächerlich und bekräftigen unsere heutige Meinung vom Verein.

Ab diesem Zeitpunkt interessierten wir uns immer mehr für die Abläufe im Leonbergerclub und lernten noch mehr Leofreunde kennen und diesmal waren es Leute, welchen etwas an der Rasse und nicht an der Vermehrung dieser wunderbaren Hunde lag. Menschen welche die Leos wirklich lieben und sich echte Gedanken um ihre Zukunft machen.
Unsere rosaroten Brillen tragen wir nun nicht mehr auf unserer Nase und wir wissen auch um was es dem größeren Teil der Hundeherstellern in dem Verein geht.
Keine Bange es gibt sie auch dort noch - die wenigen ehrliche Leonarren mit dem Herz am rechten Fleck.

Wir suchten die Ursachen, wieso gerade der Leonberger nur so ein kurzes Leben hat, obwohl man seit 100 Jahren versucht die Rasse zu verbessern. Die Gründe für die Krankheiten und die hohe Sterblichkeit sind ersichtlich und wir begannen noch mehr Daten per Internet zu sammeln. Dabei nutzten wir auch verschieden Foren, wo sich einen Menge Leonbergerzüchter, Clubmitglieder und Leoexperten tummeln.
Auf unsere Nachfrage bzw, Hinweise auf das kurze Alter und den hohen Anteil kranker Tiere, der hohen Zahl der totgeborenen Welpen uvm. bekamen wir merkwürdige Antworten bzw. Hinweise.

Ein gewisser Teil denkt wir führen einen Kleinkrieg gegen den DCLH. Warum sollten wir das? Wie oben schon erwähnt gibt es dort schon noch ein paar aufrichtige Züchter.
Man tut sich schwer um zu begreifen um was es uns eigentlich geht und auch das "Dummstellen" ist allgegenwärtig.

Wir sind nur der Meinung, dass die Zucht nach Pokalen, Schönheit und Gewinn der Rasse keinen guten Dienst in Sachen Gesundheit und Bestand erweist.

Einige "Experten" weisen uns darauf hin, dass andere Großrassen auch verschiedene Probleme mit der Gesundheit haben. Wir fragen uns was das nun direkt mit den Leonbergern zu tun hat und wieso diese Aussage immer wieder als Ausrede gebracht wird? Diese Gleichgültigkeit kann einem echt Bange machen, was die Zukunft den Hunde bringen wird.

Dann vertreten einige Leobesitzer die Meinung, dass man zum Beispiel bei Problemen mit dem Herzen die Hunde mittels Medikamente wunderbar einstellen kann. Oder bei HD kann man es ja mit Goldimplantaten versuchen, ihm die Beckenknochen brechen und richten, Muskel und Sehnen durchtrennen und die Tiermedizin hat auch wunderbare Schmerzmittel erfunden. Es ist eben so wie es ist und man kann eh nichts ändern. Sieht so ein Zuchtziel aus? Wir glauben nicht das sich ein ruhig gestellter (betäubter) Hund, welcher nicht toben oder herumsausen kann, wohlfühlt oder gar annähernd die Lebensfreude eines gesunden Hunde erreicht.
Anstand die Wurzel der Umstände zu packen, vertraut man auf nachträgliche medizinische Handlungen.

Auch bekommen wir zu hören, dass wir erst einmal etwas in Sachen Zucht vorweisen sollten bevor wir kritisch sind. Da müssen wir uns doch ein Schmunzeln unterdrücken. In den Punkten Inzucht, Deckakte und kranke Hunde möchten wir keinesfalls nachziehen. Selbst die sogenannte Dissidenz kann so manchen DCLH-Rekord niemals toppen.

Viele Nachrichten werden uns im Vertrauen geschickt, welche wir zwar in unseren Statistiken nutzen dürfen, aber vorerst nicht veröffentlichen können. Es geht eine gewisse Scheu um in diesen Kreisen, auch dies für uns unverständlich. Maximal kann doch der Ausschluss aus dem Club die Folge sein und das ist keineswegs so schlimm wie es klingt. Unserer bescheidenen Meinung nach, braucht man nicht all zu stolz auf so manchen Leonberger(linie) aus diesen Zuchten zu sein.

Probieren Sie es doch mal selbst aus. Was meinen sie findet man auf Züchterseiten mehr vor Champions, Titel und Pokale oder Aussagen zu den Hunden selbst, ihre Zuchtlinie, Gesundheit, ein Memoriam und was sonst zur Zucht gehört?

 
In diesem Sinne wüschen wir allen Besuchern ein erfolgreiches und gesundes neue Jahr.
Leoranch

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken,
den lieben sie.
Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt,
den hassen sie.

- Aldous Huxley, 26.07.1894 - 22.11.1963 -
engl. Schriftsteller und Kritiker

Leonberger Hobbyzucht
Copyright
für alle Seiten dieses Angebotes
Leonberger Zwinger
Von der Leoranch