Wir möchten hier auf das
vergangene Jahr zurück blicken. Es war in Sachen Hunde
und dem drum herum für uns eines der lehrreichsten
im bisherigen Leben.
Wie auf den bisherigen Internetseiten hinterlegt, spielen
wir ja mit dem Gedanken eine Leozucht aufzubauen. Wir glaubten
uns beim VDH, in diesem Fall dem DCLH e.V. am besten aufgehoben.
Dort schien es die optimalen Zuchttiere und Züchter
für unser Vorhaben zu geben. Ja, wir hatten damals
noch die rosaroten Brillen auf. Hinweise, dass wir niemals
mit unserem Leonberger zweiter Klasse zu einem kleinen Erfolg
kommen würden, hatten wir beiseite geschoben und nahmen
regelmäßig am Clubleben teil. Als sich dann auch
noch der Präsident des DCLH e.V. selbst für die
Phänotypisierung unseres Rüde einsetzte, wurden
unsere rosaroten Brillen sogar noch mit Scheuklappen versehen.
Leo bei der Aussbildung
im DCLH e.V. - Landesgruppe Sachsen
Dann
nach einer vierteljährigen Clubmitgliedschaft kam für
uns die kalte Ernüchterung. Wir hatten die Kündigung
unserer Leoclubmitgliedschaft im Postkasten. Ohne jede Begründung
und diese ist uns der DCLH offiziell heute noch schuldig,
obwohl wir diesbezüglich mehrfach nachgehakt haben.
Wir starteten noch einen winzigen Versuch über den
VDH unseren Leonberger integrieren zu können, man verwies
uns nur wieder an den Leonbergerclub, wo wir ja nicht willkommen
waren.
Wir begannen die Gründe zu suchen und fanden auch einige
Leofreunde, welche sie uns nannten. Wir wissen nun wer und
warum Einsprüche geltend gemacht hat. Die Gründe
sind lächerlich und bekräftigen unsere heutige
Meinung vom Verein.
Ab
diesem Zeitpunkt interessierten wir uns immer mehr für
die Abläufe im Leonbergerclub und lernten noch mehr
Leofreunde kennen und diesmal waren es Leute, welchen etwas
an der Rasse und nicht an der Vermehrung dieser wunderbaren
Hunde lag. Menschen welche die Leos wirklich lieben und
sich echte Gedanken um ihre Zukunft machen.
Unsere rosaroten Brillen tragen wir nun nicht mehr auf unserer
Nase und wir wissen auch um was es dem größeren
Teil der Hundeherstellern in dem Verein geht.
Keine Bange es gibt sie auch dort noch - die wenigen ehrliche
Leonarren mit dem Herz am rechten Fleck.
Wir
suchten die Ursachen, wieso gerade der Leonberger nur so
ein kurzes Leben hat, obwohl man seit 100 Jahren versucht
die Rasse zu verbessern. Die Gründe für die Krankheiten
und die hohe Sterblichkeit sind ersichtlich und wir begannen
noch mehr Daten per Internet zu sammeln. Dabei nutzten wir
auch verschieden Foren, wo sich einen Menge Leonbergerzüchter,
Clubmitglieder und Leoexperten tummeln.
Auf unsere Nachfrage bzw, Hinweise auf das kurze Alter und
den hohen Anteil kranker Tiere, der hohen Zahl der totgeborenen
Welpen uvm. bekamen wir merkwürdige Antworten bzw.
Hinweise.
Ein
gewisser Teil denkt wir führen einen Kleinkrieg gegen
den DCLH. Warum sollten wir das? Wie oben schon erwähnt
gibt es dort schon noch ein paar aufrichtige Züchter.
Man tut sich schwer um zu begreifen um was es uns eigentlich
geht und auch das "Dummstellen" ist allgegenwärtig.
Wir
sind nur der Meinung, dass die Zucht nach Pokalen, Schönheit
und Gewinn der Rasse keinen guten Dienst in Sachen Gesundheit
und Bestand erweist.
Einige
"Experten" weisen uns darauf hin, dass andere
Großrassen auch verschiedene Probleme mit der Gesundheit
haben. Wir fragen uns was das nun direkt mit den Leonbergern
zu tun hat und wieso diese Aussage immer wieder als Ausrede
gebracht wird? Diese Gleichgültigkeit kann einem echt
Bange machen, was die Zukunft den Hunde bringen wird.
Dann
vertreten einige Leobesitzer die Meinung, dass man zum Beispiel
bei Problemen mit dem Herzen die Hunde mittels Medikamente
wunderbar einstellen kann. Oder bei HD kann man es ja mit
Goldimplantaten versuchen, ihm die Beckenknochen brechen
und richten, Muskel und Sehnen durchtrennen und die Tiermedizin
hat auch wunderbare Schmerzmittel erfunden. Es ist eben
so wie es ist und man kann eh nichts ändern. Sieht
so ein Zuchtziel aus? Wir glauben nicht das sich ein ruhig
gestellter (betäubter) Hund, welcher nicht toben oder
herumsausen kann, wohlfühlt oder gar annähernd
die Lebensfreude eines gesunden Hunde erreicht.
Anstand die Wurzel der Umstände zu packen, vertraut
man auf nachträgliche medizinische Handlungen.
Auch
bekommen wir zu hören, dass wir erst einmal etwas in
Sachen Zucht vorweisen sollten bevor wir kritisch sind.
Da müssen wir uns doch ein Schmunzeln unterdrücken.
In den Punkten Inzucht, Deckakte und kranke Hunde möchten
wir keinesfalls nachziehen. Selbst die sogenannte Dissidenz
kann so manchen DCLH-Rekord niemals toppen.
Viele
Nachrichten werden uns im Vertrauen geschickt, welche wir
zwar in unseren Statistiken nutzen dürfen, aber vorerst
nicht veröffentlichen können. Es geht eine gewisse
Scheu um in diesen Kreisen, auch dies für uns unverständlich.
Maximal kann doch der Ausschluss aus dem Club die Folge
sein und das ist keineswegs so schlimm wie es klingt. Unserer
bescheidenen Meinung nach, braucht man nicht all zu stolz
auf so manchen Leonberger(linie) aus diesen Zuchten zu sein.
Probieren
Sie es doch mal selbst aus. Was meinen sie findet man auf
Züchterseiten mehr vor Champions, Titel und Pokale
oder Aussagen zu den Hunden selbst, ihre Zuchtlinie, Gesundheit,
ein Memoriam und was sonst zur Zucht gehört?
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