Leonbergerhündin
Linda
Geschichte
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Belinda Leonida Leos -
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Hier
möchten wir beschreiben, wie Linda zu uns bzw. wir zu Linda
gefunden haben.
Nach der Untersuchung von Nele im Dezember 2008 war es für
uns selbstverständlich, dass wir mit unserer Nele nicht züchten
werden. Also suchten wir eine weitere Leonbergerhündin, um
unser Zuchtziel eines Tages vielleicht doch verwirklichen zu können.
Diese Suche gestaltete sich komplizierter als wir das am Anfang
dachten. Wir hatten unsere Vorstellungen bezüglich der Zuchtstätte
und vor allem der Eltern des zukünftigen Welpen.
Wir gaben Suchanzeigen auf, führten Telefongespräche mit
verschiedenen Zuchtstätten und schrieben einige Züchter
an. Das Ergebnis war frustierend.
Einige Züchter boten uns Welpen an wo uns die Verpaarung nicht
zugesagt hat, andere wiederum verweigerten die Auskunft, pöbelten
uns teilweise an, bzw. verwehrten uns ihre Welpen - sicherlich um
im Zuchtverein nicht in einem schlechten Licht zu stehen.
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Angie
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Dann
hörten wir von einer Leonbergerbesitzerin, dass sie eine
Verpaarung mit ihrer Hündin Golden Angie VonLinderhof
plante.
Auch der Deckrüde Robin
des Neiges de Chantelouve sagte uns zu. Er hatte noch
nicht unzählige Male gedeckt, ist gesund und 8 Jahre
jung.
Nun war Daumendrücken angesagt, dass Angie den Rüden
akzeptiert. Es gab ein paar Probleme, da sich der Rüde
vertreten hatte und es wurde vorbeugend inseminiert.
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Gespannt
warteten wir ob die "Verpaarung" erfolgreich war
und Angie schwanger ist. Dann die erste Nachricht: "Angie
ist trächtig" :)
Und wieder warteten wir bis zum ersten Ultraschall. Wieviele
Welpen werden es sein und ist eine Hündin dabei? usw.
Endlos erschien uns die Zeit bis zum Wurftag. Frau Steffen
informierte uns, wie es der Leonbergermutter geht und teilte
uns ihre Untersuchungsergebnisse mit. Fast täglich hinterfragten
wir, telefonierten und tauschten uns per Email aus.
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Robin
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geschafft
... :)
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Der
Wurftag kam immer näher und wir waren mehr als gespannt.
Dann kam die Nachricht, dass Angie werfen wird. Jede noch
so kleine Information bezüglich der Hündin und der
Welpen verschlangen wir förmlich. Dann am 03. Mai um
8.30 h wurde unsere Belinda in Essen geboren. Zwei Rüden
und eine Hündin "erblickten" das Licht dieser
Welt, alle drei gesund und sofort hungrig. Belinda war die
"Dickste" von den Welpen.
Nun war wieder Warten angesagt. Endlose 8 Wochen dauerte es
nochmal. Diese Zeit wurde uns durch tägliche Infos und
Bilder von den Welpen, Angie und den Anderen im Rudel verkürzt.
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Die
kleinen Leonberger entwickelten sich gut und die medizinischen Untersuchungen
hatten gute Ergebnisse. So fiel uns das Warten etwas leichter.
Endlich war es so weit, wir konnten unsere Linda abholen. Da die
Reise für uns quer durch Deutschland gehen würde, war
diese nicht an einem Tag möglich.
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Eine
Freundin bot mir an, bei ihr Rast machen zu können.
Sie wohnt im Bergischen Land und von ihr aus sind es nur
1,5 Stunden Fahrt bis zu Frau Steffen. Noch dazu hat sie
selbst zwei wunderschöne Leonbergerhündinnen,
also nix wie hin.
Ich wurde von Elfi und den beiden Leonbergermädchen
herzlich empfangen und bewirtet.
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Pauline
und Molly auf der Morgenrunde
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Pauline
und Molly kannte ich bisher nur von Bildern um so schöner
war es, sie persönlich kennenzulernen - natürlich
auch ihre "Chefin" Elfi.
Am Morgen nahm ich noch die Einladung zur Morgenrunde an und
dann verabschiedete ich mich schweren Herzens. Der Aufenthalt
war angenehm und ich wäre gern länger geblieben.
Doch Belinda und mein Rudel zu Hause warteten ja auf mich.
Also weiter auf den Weg nach Essen zu Frau Steffen und ihrer
Hundebande :)
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Linda
lebte in einer kleinen Wohnung in einem Reihenhäuschen
mit Hinterhof in Essen und ist dort mit ihren Geschwistern
und drei erwachsenen Leonbergern aufgewachsen. Endlich
in der Großstadt angekommen, wurde ich als erstes von
Frau Steffens Leotrio gemustert und freundlich begrüßt.
Und dann sah ich die kleine Leonbergermaus und ihre Geschwister,
die ganze Bande frech und munter beisammen, ein wirklich großes
und überwiegend freundliches Leonbergerrudel. Man glaubt
gar nicht wieviele Leonberger in
so einem winzigen Häuschen (Street-Bild
leider inzwischen verpixelt) ihren Platz finden
können.
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Zu
meiner Freude war auch Andrea nebst Mann und natürlich
ihr Rüde Asterix, aus dem A-Wurf Leonidas Leos (Abb.
links) zu Besuch.
So wurde der Tag für mich zu einem kleinen Leonbergertreffen
- am Morgen Pauline und Molly von Elfi und dann Asterix und
Steffens Leo- und Welpentrio.
Und wieder bestätigte es sich für mich noch fester,
etwas für diese wunderbare Hunderasse zu tun.
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Der
Hof, wo Linda aufwachsen durfte
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Nach
zahlreichen Gesprächen und etwas Austausch übergab mir
Frau Steffen Belinda. Beladen mit Wünschen, Welpenbegleitmappe
und unzähliger Untersuchungsergebnisse und einer ersten Röntgenaufnahme
der Organe und Hüften, Impfpapieren (Linda war schon zweimal
geimpft) sowie Bildern, einer Tüte Fressereien und Welpenmilch
(damit die Maus heimzu nicht verhungert) Leine, Halsband, Geschirr,
Spielzeug und Decke traten wir den langen Nachhauseweg an.
Für mich waren es zwei erlebnisreiche Tage mit wunderbaren
Hunden und neuen Erkenntnissen, welche ich sicher nicht vergessen
werde.
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Juli
2009
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Linda
hat einige Zeit gebraucht, bis sie begriffen hat, dass man bei uns
jederzeit durch die Hundeklappe nach draußen kann. Inzwischen
ist das kein Thema mehr und Stoffe und Beläge bleiben nun trocken.
Auch ihr anfänglicher Respekt vor dem Wasser hat sich gegeben.
Sie ist eine verrückte Wasserratte geworden.
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Um
Lindas Beinchen machten wir uns am Anfang etwas Sorgen. Unser
Tierarzt (selbst ehemaliger Leobesitzer)
hielt uns an, das empfohlene Happy Dog, mit 29% Eiweiß
sofort gegen eins mit weniger Eiweiß auszutauschen,
nicht dass sich das zum Radius Curvus auswächst. Die
Powernahrung bekamen unsere Hühner und wir stiegen um
auf ein selbst gemischtes Futter mit 16%, dazu das gewohnte
Rindfleisch, Innereien und Knorpel und das alles gestreckt
mit Obst und Gemüse. Heute sieht man so gut wie nichts
mehr. Auch das Durchtreten der Pfoten ist zum Glück verschwunden
:)
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Von
der Zuchtlinie der Ahnen von Linda ist, wie bei den meisten Leonbergern,
war nicht viel bekannt. Wir befragten unsere Züchterin zu verschiedenen
Hundeahnen, aber da kamen wir auch nicht viel weiter. So stellten
wir unsere Anfrage an verschiedene Züchter und in Internetforen.
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Einige
Antworten und Hinweise bekamen wir und sind nach deren Auswertung
zum Ergebnis gekommen, dass wir Linda viellicht nicht mit
unserem Rüden belegen lassen sollten. Der Krebs (speziell
der Knochenkrebs) in dieser Linie sehr "dominant".
Rechnen wir die unbekannten, verschwiegenen und gelogen Infos
dazu, können wir nicht ohne Zweifel Welpen mit der geplanten
Verpaarung in die Welt setzen. Ob sich je ein Leonberger finden
lässt, welcher unseren Zuchtgedanken verwirklichen lässt,
steht in den Sternen. Bedingt durch den sehr engen Genpol
ist uns derzeit keine Linie bekannt, welche zu unseren Leonbergern
passen könnte.
Linda selbst hat sich inzwischen zu einer schönen und
lebhaften Junghündin entwickelt, welche sicher einmal
ein recht hohes Alter erreichen kann. Hoffentlich haben ihre
Ahnen ihr wenigstens davon was mit auf den Weg gegeben.
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Dezember
2009
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Linda
ist nun über ein halbes Jahr bei uns auf der Leoranch. Sie
hat ihren Platz im Rudel gefestigt und viel dazu gelernt. Sie ist
aufgeweckt, aufmerksam und fordernd :)
Inzwischen hat sie Nele im Wachstum eingeholt. Sie ist jetzt 72
cm groß und wiegt 36 kg.
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Sie
ist begeistert vom Winter und fühlt sich hier oben im Gebirge
"sauwohl" :)
Mit Nele und Sissy tobt und jagd sie herum. Leo wird ab und an von
ihr "verprügelt", aber er genießt es und nimmt
sie mit auf seine Streifzüge im Revier.
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Also
dann bis zum nächsten mal.
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Weihnachten
2009
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Der
Winter geht hier langsam zu Ende. Linda ist inzwischen 11 Monate
und hat ihre erste Läufigkeit gut überstanden. Wachsen
tut sie zur Zeit nur an ihrem Hintereil ;)
Anfang März fing ihr rechtes Auge immer mal an zu tränen.
Wir dachten erst sie hat sich beim Spielen verletzt oder der Tränenkanal
ist nicht ganz offen.
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Unser
Tierarzt stellte ein Rollid (Entropium) fest. Besonders wenn sie
das Auge geschlossen hat (beim Schlafen) reizen
ein paar Häarchen das Auge und es beginnt zu tränen. Wir
salben das Auge nun regelmäßig und hoffen das es sich
verwächst. Wenn es sich entzündet muss sie operiert werden.
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Weiterhin
beunruhigt uns eine Pigmentstörung an den Lippen von
Linda. Die Ursache konnte noch nicht geklärt werden und
wir hoffen, dass es vielleicht hormonell bedingt ist und wieder
so schnell vergeht wie es gekommen ist.
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Ihre
Ahnentafel hat Linda bis zum heutigen Tag auch noch nicht erhalten.
Ihre Züchter haben ja ihre Kohle und scheinen uns auf die Schippe
zu nehmen.
Eine Kopie haben wir per mail erhalten. Darauf ist zu erkennen,
dass diese Papiere bereits am 21.01.2010
ausgestellt wurden.
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März
2010
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Die
Pigmentstörung war nur ein "Laune der Natur" und
verschwand wie sie gekommen ist.
Linda bekam leider nach ihrer Läufigkeit eine Gebärmutterentzündung.
Diese wurde über 14 Tage mit AB behandelt und war vorerst ein
Erfolg.
Vor einigen Tagen fing sie sich wieder an zu lecken und auch unser
Leorüde fand Linda äußerst interessant.
So eine Sch..., unser Fraggle hatte schon wieder Ausfluß.
Also wieder mal zum TA, die Diagnose - wieder eine Gebärmutterentzündung
und heftiger als vor ein paar Wochen
Uns wurden zwei Alternativen gestellt. Die sofortige Kastration
oder eine Behandlung mittels Hormonhemmer, um einen Abort einzuleiten.
Da Linda für eine Kastration wirklich viel zu jung ist und
sich zusätzlich das Krebsrisiko erhöht, versuchen wir
es nun mit der Hormonbehandlung. Nun heißt es täglich
zum TA. Injektion, Abstrich, Fieber und Blutwerte messen usw.
Eine Ahnentafel für Linda haben wir bisher immer noch nicht
bekommen.
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Juni
2010
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Die
Behandlung bezüglich der Pyometra hat Linda gut überstanden.
Nach nicht ganz drei Wochen war alles vorbei. Ihre nächste
Läufigkeit im Oktober verlief ohne Probleme.
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Bezüglich
der Ahnentafel meldete sich der sogenannte Co-Breeeder und teilete
uns mit, dass er angeblich Lindas Ahnentafel Anfang August zu uns
gesendet hatte. Bisher haben wir keine bekommen. Schon merkwürdig,
dass gerade diese Sendung abhanden gekommen ist. Er teilte uns weiter
mit, dass er eine Nachforschung auf der Post durchführt und
sich um eine 2. Ausfertigung bemühen würde - na dann schauen
wir mal wie das Theater weiter geht. Vielleicht wird die Ahnentafel
ja ein Weihnachtsgeschenk :)
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Linda
hat sich inzwischen zu einer aufgeschlossenen und freundlichen
Junghündin entwickelt. Sie festigt ihren Platz im Hundeverband
, sieht die meisten Situationen gelassen. Sicher spielt hier
die vor einigen Generationen eingezüchtete fremde Rasse
eine größere Rolle.
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Oktober
2010
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Die
Entwicklung und Ergänzungen von Linda waren bis vor kurzem
in unserem inzwischen geschlossenen Forum
zu lesen.
Auf Anregung bekannter Dritter und einer nicht den Tatsachen entsprechende
Begründung wurde der Thread vom Forenanbieter gelöscht.
Inzwischen steht er uns wieder zur Verfügung und wird hier
bald wieder öffentlich zu lesen sein. Die Formatierung der
fast 200 Beiträge, um diese forenunabhängig und vom Inhalt
nachvollziehbar darzustellen, dauert leider noch eine Weile.
Der erste von drei Teilen ist nun online.
Für uneingeweihte Leser ist es sicher etwas langatmig. Interessant
für jene, welche sich Einblicke ins Leonberger-Zuchtgeschehen
verschaffen möchten.
Teil
1 bis 3 - Unser Fraggle
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Dezember
2010
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Die
wundersamen Begebenheiten mit Linda und ihrer 'Züchter' gehen
weiter. Mitte Dezember kam wirklich Lindas Ahnentafel. Nach über
1,5 Jahren - tolle Leistung. Was wir aber erhielten war keine Zweitschrift.
Scheinbar durch ein Wunder ist die Orginale Ahnentafel wieder aufgetaucht.
Die Gebrüder Grimm hätten sicher die Geschichte mit in
ihrer Sammlung aufgenommen ;)
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Weihnachten
2010
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