Leonberger
Chroniken
Rassebeschreibung - Rassestandard
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Auszug
aus "Leonberger"
Das Blatt des Züchters und Liebhabers - 31.Oktober
1925
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Der Leonberger
Hund.
Diese edle Hunderasse wurde in den 80er—90Jer
Jahren durch den Züchter: Stadtrat Heinrich
Essig. Leonberg. nicht nur in Württemberg,
der Heimat desselben. sondern in der ganzen Welt
bekannt! Beim Landwirt. beim Villen- und Schloßbesitzer,
an Fürstenhöfe der beliebteste Wach- und
Begleithund! Seine Intelligenz. seine Treue sicherten
ihm von selbst den ersten Platz im Herzen der Besitzer
dieser Tiere!
Heute fragt jedermann, dem an solchen Hundeeigenschaften
etwas liegt: „Was ist der Leonberger?“
Kurz gesagt Der Leonberger ist der beste deutsche
Wach - und Begleithund! Seine Anerkanntheit Rassekennzeichen
sind folgende:
Er ist ein treuer, kluger, gelehriger, wetterfester
Hund, besonders geeignet zur Bewachung von größeren
Anwesen wie Gehöften, Fabriken, Villen. Von
allen großen Rassen ist er am wenigsten empfindlich,
auch neigt er nicht zu Krankheiten.
Allgemeine
Erscheinung: Der Leonberger ein großer.
muskulös gebauter, aber geschmeidig eleganter
Hund von proportionierter Form und lebhaftem Temperament.
Er hat eine mittelweiche bis derbe Behaarung.
Farbe:
Hellgelb, goldgelb, bis rotbraun, mit schwarzer
(dunkler) Maske gilt als die beste und schönste
Farbe. Dunkle, bis schwarze Haarspitzen sind zulässig.
ebenso kommen sandfarbige, silbergraue (Silberwolf)
und gelbrote mit dunklen Haarspitzen (Gelbwolf)
vor, besonders in Süddeutschland. — Das
Fehlen der dunklen Maske oder ein helleres Gesicht
ist gestattet. Weiß ist unbedingt zu verwerfen
und soll ganz hinausgezüchtet werden, ein kleiner
weißer Bruststern soll vorläufig gestattet
werden, ebenso etwas helles bis weißes Haar
an den Zehen. Die Farbe der Rute ist gleich der
Grundfarbe des Hundes.
Kopf und Nacken: Der Oberkopf
ist mäßig gewölbt, lange nicht so
hoch und so breit, wie beim St. Bernhardshund; Backen
nicht kräftig entwickelt, so daß der
Hinterkopf nicht wesentlich breiter aussieht als
der Kopf bei den Augen ist. Derselbe soll im ganzen
mehr seitlich zusammengedrückt, also tiefer
wie breit erscheinen, Stirnabsatz ganz mäßig;
Nasenrücken gleichmäßig breit, nie
durchbrochen, eher leicht ausgebogen (Ramsnase).
Nasenkuppe nicht so stark und nicht so weit geöffnet
wie beim St. Bernhardshund, stets tiefschwarz. Kopf-
und Gesichtshaut stets anliegend keine Stirnfalten
Schnauzenpartie mäßig tief, ziemlich
gleichmäßig, nie spitz verlaufend. Lefzen
glatt anliegend nicht herabhängend (wie beim
St. Bernhardshund) so daß ein Speichelausfluß
nicht gegeben ist. Gebiß sehr stark und gut
aufeinanderpassend. Der Kopf ist ziemlich hoch getragen.
Die Augen sollen hellbraun bis braun sein (gelbe
nicht gewünscht), mittelgroß, mit klugem,
gutmütigem Ausdruck, in der Form nie terrierartig
(auch keine sogen.
Schweinsäuglein), noch weniger aber bulldoggartig.
Die Augenlider schließen gut an, keine Bindehaut
zeigend. Die Bindehaut im Augapfel ist weiß,
nicht rot (wie beim St.
Bernhardshund).
Schulterhöhe: Rüden
mindestens 76 cm. Hündinnen mindestens 70 cm.
Läufe: Nicht zu hoch:
muskulös, starke Knochen erwünscht. Vorderläufe:
gerade. normal (nicht zu eng) gestellt, gut befedert.
Pfoten gut geschlossen und ziemlich gerundet, Hasenpfoten
verwerflich. Die Zehen sind meistens durch Schwimmhäute
verbunden (der Leonberger liebt in der Regel das
Wasser und ist ein guter Schwimmer). — Ellbogen
gut anliegend, etwas über den unteren Rand
des Brustkorbes hinaufreichend, Schultern schräg
gestellt.
Hinterhand: Kräftig bemuskelte
Schenkel, gut ausgesprochenes Kniegelenk und starkes,
sehniges Sprung-gelenk, letzteres eher etwas mehr
gebogen als wie zu steil. Afterklauen sind als verwerflich
anzusehen und sollten, wo sie vorkommen, am besten
in frühester Jugend (14 Tage alt) entfernt
werden.
Rumpf : Etwas länger
als wie beim St. Bernhardshund, Nierenpartie kräftig,
Brustkorb tief und nicht zu tonnenförmig. Strammer
Rücken unbedingt erforderlich.
Rute: Sehr reich behaart (Besenrute).
stets halb-gesenkt getragen, nie zu hoch oder gar
auf den Rücken gerollt.
Behaarung: Mittelweich bis
derb (nie struppig). reichlich lang, anliegend bis
leicht abstehend, nie gescheitelt und überall,
trotz guter Unterwolle, noch die Formen des Körpers
erkennen lassend; stets schlicht, gewellt ist noch
gestattet, gelockt oder gerollt dagegen verwerflich.
An Hals und Brust hat der Leonberger eine hübsche
Mähne.
Das ist der „Leonberger“ wie er vorhanden,
und wie wir ihn weiter erstreben!
Der Leonberger (Hunde) Club e. V. Sitz: Leonberg
hat mit gutem Erfolge den durch den Krieg stark
verminderten Nachwuchs dank der Tätigkeit der
alten und neuen Züchter wieder zu dem gemacht,
was der „Leonberger“ einst war!
...
Leonberger (Hunde) Club e.V.
Allein Maßgebend, Zuchtbuchführend, für
In- und Ausland
1 . Vorsitzender:
Stadelmann, Zuchtbuchführender (31.Okt. 1925)
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Auszug
aus:
Die Jahres-Kartellausstellung Stuttgart
1925 und der Richterbericht des Herrn
v.Otto, Bensheim. |
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Es folgt nun der Richterbericht:
Die hohen Vorzüge der 3. Jahreskartellausstellung
sind in der Fachpresse, speziell im "D. Kynologenblatt"
eingehend gewürdigt worden. 70 Zuchtgruppen
sind eine Leistung, die noch keine Ausstellung je
fertiggebracht hat. Die 24 Leonberger darunter konnten
sich sehen lassen. Noch höher, als diese Zahl,
steht die Aussicht auf Höherentwicklung und
Wiederbelebung der Rasse, begründet in der
Güte des Hündinnenmaterials, wozu allerdings
auch noch stete Arbeit in einheitlicher Richtung,
d. h. Ausmerzung häufigster Fehler gehört.
Diese sind speziell bei Rüden: steile Hinterhand
und teilweise Rollhaar. Beides muß verschwinden!
Front, Knochen, Ausdruck, richtiges Schutzhundwesen
sind durchgehend zu loben. Bei den
Rüden war nicht ein scheuer feiger Hund, noch
bissiger Raufer; alles wohl beherrschte, ihrer Kraft
und Würde förmlich bewußte Tiere.
Durch rationelle Aufzucht kann am Gebäude und
Gangwerk viel gebessert werden. Wir verlangen nicht,
daß der Leonberger federe wie ein Renn- oder
Vorstehhund aber er darf auch nicht schwankend rollen.
Farbe ist angenehme Zutat, aber minder wichtig;
nur allzuhell mit Neigung zu hellen Augen sollte
vermieden werden. Schwarze Maske erhöht den
Eindruck von Energie und gibt kraftvollen Ausdruck.
Riesenschädel mit Falten die den älteren
Hund mürrisch erscheinen lassen, sind nicht
erwünscht. Afterklauen sind unbedingt bei Welpen
zu entfernen; sie beeinträchtigen die Hinterhandaktion.
Ich darf wohl annehmen, daß ich heute der
älteste ehemalige Leonbergerbesitzer bin; ich
stellte in Wien 1888 einen riesigen Rüden Leo
(86 Schulterhöhe, gelb mit schwarzen Haarspitzen)
aus. Zur Haarpflege empfehle ich nicht zu kämmen,
da dadurch die Unterwolle herausgerissen wird. Nur
bürsten und totes haar entfernen. Der Unterwolle
gänzlich beraubt, sieht mancher Hund wollhaarig
und dürftig aus, der in vollem
Haar schlichter und mächtiger erscheinen würde.
...
E.v. Otto, Bensheim 1925 (Zuchtrichter) |
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Der Leonberger
(Rassebeschreibung um 1935)
Die Rasse der Leonberger, eine der stattlichsten
Kunstzüchtungen des Kontinents, kämpft
mit einigen 20 eingetragenen Zwingern um ihr Fortbestehen.
Längst ist die Zeit vorüber, wo dei
Essigsche Zwinger nicht genug seiner schönen,
hochbewerteten Produkte abgeben konnte. Stadtrat
Essig-Leonberg hat die Rasse 1860 geschaffen.
Er kreuzte Bernhardiner, Neufundländer und
Pyrenäenhund, um Größe, Geschmeidigkeit
und gute Charaktereigenschaften für einen
idealen Wachhund zu verbinden. Die gelbe Farbe
wurde in der Zucht bevorzugt, um bei diesem Patenkinde
der Stadt Leonberg die Ähnlichkeit mit ihrem
Wappentiere zu unterstreichen, die in dem mit
einer Mähne umgebenen Kopf, der elastischen
Gestalt, der ungewöhnliche Größe,
schon bei diesen Hunden angedeutet schien. Der
erste große Erfolg ebbte ab. Die beiden
Klubs in Heidelberg und Apolda vermochten nicht
durch wirksame Propaganda das alte Interesse aufzuholen.
Der Weltkrieg wirkte katastrophal. Den großen
Tieren fehlte die Nahrung, es war kein gesunder
Nachwuchs zu finden da die Rasse im Bezirk Deutschland-Österreich
isoliert geblieben war, somit nicht mit ausländischem
Material aufgefrischt werden konnte, wie dies
bei anderen Rassen möglich war. Das Talent
des Württembergers für Hundezucht aber
läßt erhoffen, daß es sich auch
dieser schönen Rasse gegenüber neu bewährt.
Die Hunde sind leicht aufzuziehen, neigen nicht
zu Krankheiten, sind sehr wetterhart, hochintelligent
und lebhaft, treuen, vorzüglichsten Charakters,
gute Wächter und außerordentlich gutmütig
zu Kindern.
Barry
von der Schwarzach DLZB 116 (Photo Dauer) 1935
Rassekennzeichen
Ein großer muskulös
gebauter, geschmeidig eleganter Hund. Proportioniert
in der Form lebhaften Temperaments. Farbe: hellgelb,
goldgelb, bis rotbraun, mit schwarzer (dunkler)
Maske gilt als die beste Farbe. Dunkle bis schwarze
Haarspitzen zulässig; ebenso kommen sandfarbige,
silbergraue(Silberwolf) und gelb rote mit dunklen
Haarspitzen (Gelbwolf) vor. Oberkopf mäßig
gewölbt, lange nicht so hoch und breit, wie
bei den St. Bernhardhunden. Backen nicht kräftig
entwickelt. Kopf soll mehr seitlich zusammengedrückt,
tiefe als breit erscheinen. Stirnabsatz schwach.
Nasenrücken gleichmäßig breit, eher
leichte Ramsnase. Nasenkuppe tief schwarz. Kopf
und Gesichtshaut anliegend, kein Stirnfalten. Schnauzenpartie
mäßig tief, nie spitz verlaufend. Lefzen
glatt anliegend, nicht herabhängend (so daß
kein Speichelfluß gegeben ist.) Augen hellbraun
bis braun, mittelgroß, klugen, gutmütigen
Ausdrucks, kein Bindehaut zeigend. Schulterhöhe:
Rüde mindestens 7‘ cm, Hündin 70
cm. Läufe nicht allzu hoch, muskulös starkknochig.
Vorderläufe grade, gut befedert. Pfoten gut
geschlossen, Schwimmhäute. Schenkel kräftig.
Rumpf etwas länger als beim St. Bernhardshund;
Brustkorb tief und nicht zu tonnenförmig. Strammer
Rücken wesentlich. Rute reich behaart, stets
halbgesenkt getragen. Behaarung mittelweich bis
derb (nie struppig), reichlich lang, anliegend bis
leicht abstehend, stets schlicht, gewellt noch gestattet.
An Hals und Brust hat der Leonberger eine schöne
Mähne.
Zitat
aus "Die Hunderassen - Ein Handbuch für
Hundeliebhaber und Züchter"
Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion M.B.H.
Potsdam 1935
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Oben
zitierten Auszug der Rassebeschreibungen
und jede Menge weiterer interessanter
Artikel bezüglich der Rasse Leonberger
finden Sie in der Leonberger Chronik von
Karl Meier, welche noch heute bei ihm
zu erwerben ist.
Leonberger
Chronik 1846-1996
* 150 Jahre Leonberger – Zucht *
Zitat
Karl Meier:
Der
derzeitige Präsident des DLC (Deutscher
Club für Leonberger-Hunde), Herr
Gerhard Zerle ermunderte mich dann dazu,
eine solche anlässlich „150
Jahre Leonberger-Zucht“ herauszugeben.
Er schrieb mir: Für uns wäre
es besonders interessant, etwas über
die erste Erwähnung des *Leonbergers*
zu finden. Es heißt überall
„1846 erstmals erwähnt“
- usw.
Diesen Wunsch konnte ich Herrn Zerle und
seinem Club erfüllen – und
mit dieser umfangreichen Chronik verfügt
die Rasse “Leonberger“ erstmals
über ein geschichtliches Standardwerk.
- - -
Und
warum wird diese doch recht aufschlußreiche
Chronik des Leonberger nicht auf der Clubseite
angeboten?
*grübel*
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Aus
"Die Deutschen Hunde" - Richard Strebel
- 1904/1905 .
Der
Leonberger
Noch
nicht allgemein anerkannt, muß ich ihn doch
hier einige Zeilen widmen, ertaucht zu einer Zeit
auf, als die Bernhardiner aufkamen und die Nachfrage
das Angebot überstieg. Man begann Kreuzungen
reiner Bernhardiner mit langhaarigen Hunden, die
ihnen ähnlich sahen. Aus diesen Verbindungen
entstanden dann zum Teil Bernhardiner, zum Teil
ganz hübsche Hunde, die aber alles eher waren
als Bernhardiner. An den Mann mußten auch
diese gebracht werden und so verfiel man darauf,
ihnen andere Namen zu geben, wie Alpenhunde, Berghunde
und endlich nach der Stadt Leonberg, wo die meisten
herstammen, Leonberger. Dann kam die Zeit wo man
gegen sie zu Felde zog als unangenehme Begleiterscheinung
der Bernhardinerzucht. Man brachte es fertig,
sie in Acht und Bann zu tun. Es ging damals ein
geflügeltes Wort, was die Stimmung gegen
sie am besten charakterisiert: Was man nicht
definieren kann, das sieht man gut als Leonberger
an. Später entstand für diese Mischprodukte
das schöne Wort: Leonhardiner.
Erst in neuerer Zeit, besonders in Württemberg,
hat man sich dieser Rasse angenommen, man sammelte
was an diesen Hunden vorhanden war und versuchte
sie einheitlich zu gestalten, große Erfolge
sind jedoch bis jetzt nicht erzielt worden. Ich
will nicht bestreiten, daß ich schon sehr
schöne Leonberger sah, aber viel einheitlicher
Typus und etwas Originelles ist es nicht. Daß
es vor der Zeit der Bernhardiner große langhaarige
Hunde gegeben hat, sahen wir bereits früher,
ebenso wie sie entstanden sind. Es sind dies Überbleibsel
von Hatzrüden und der alten englischen Dogge.
Bringen es die Liebhaber dieser Rasse dazu, sie
rein durchzuzüchten, mit einem Worte eine
neue Rasse zu schaffen, die auch Liebhaber in
größerer Menge findet, so soll es mich
freuen. Ich füge hier das Bild bei, wie er
sein soll und lasse die Rassekennzeichen folgen.
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Rassemerkmale, welche angestrebt werden.
Allgemeine
Erscheinung:
Er ist ein Hund von Respekt einflößender
Erscheinung mit schönem Haarkleid, von guten
Verhältnissen des Kopfes zum Körper,
von angenehmer Haarfarbe und eleganten Bewegungen,
bei welchen mit Ausnahme der Größe
jede Übertreibung ausgeschlossen ist.
Kopf:
Leicht gewölbt, Hinterhauptknochen gut entwickelt,
aber ohne Übertreibung; Kopf im Profil weder
zu schmal noch zu breit, über den Schläfen
gerundet; mit einer breiten Stirnfurche, der Oberkopf
geht ohnen einen Absatz zum Nasenrücken über.
Die Backen wenig hervorspringend. Augenbraunen
gut modelliert. Das Nasenrücken von gleicher
von den Augen bis zur Nase, fällt zu beiden
Seiten gerade ab; im Profil ein wenig gewölbt,
aber niemals durchbrochen, mehr eine Schafs- als
aufgeworfene Nase, die Länge derselben ist
gleich der des Hinterkopfes (Dabei lieber länger,
als kürzer.) Die Lippen ziemlich tief, nicht
spitz, einen rechten Winkel mit dem Nasenrücken
bildend. Der Maulwinkel nicht übertrieben
abgesetzt. Die Lippen ohne Falte gut herabhängend.
Die Kopfhaut wirft in Erregung Falten. Nase breit,
gut geformt mit großen Nasenlöchern,
stets schwarz.
Zähne: Kiefer kräftig entwickelt mit
gut schließendem Gebiß. Ohren hoch,
aber nicht zu weit hinten angesetzt, von mittlerer
Größe, leicht herabhängend, mehr
breit als lang, gut abgerundet und gut mit Haaren
bedeckt; der äußere Rand legt sich
gut an die Backen an, sehr beweglich; horcht der
Hund, so sind die Ohren gut erhoben und der hintere
Rand verlängert die Kopflinie. Die Augen
von mittlerer Größe und nach seitwärts
gerichtet, mit einem freien, anhänglichen
und klugen Ausdruck, von brauner farbe. Die Augenlider
gut schließend.
Hals von guter Länge, mit eleganter Biegung
zur Schulter übergehend, hoch getragen, kräftig
bemuskelt, die Kehlhaut nicht zu groß ohne
Wamme.
Vorhand:
Die Muskulatur der Schultern und der Vorderen
Gliedmaßen sind gut unter dem Haarkleid
sichtbar. Schulterblätter schräg gestellt
von guter Länge. Der Oberarm bildet mit der
Schulter einen rechten Winkel, stark bemuskelt,
stets am Brustkorbe anliegend, von guter Länge
und leichter Beweglichkeit. Der Ellenbogen gut
unter dem Körper angesetzt, bis etwas unterhalb
des Brustkorbes hinanreichend. Der Unterarm an
der äußersten und der Vorderen Seite
gut bemuskelt; in der inneren und hinteren Seite
gut sehnig. Die Brust lang, gut gewölbt und
tief. Zehen geschlossen, gut gewölbt, nicht
so kurz wie bei der Katzen-, aber auch nicht so
lang als bei der Hasenpfote. Vorderläufe
gerade, weder zu weit voneinander noch zu eng
gestellt.
Der Rumpf erscheint lang
wegen der schräg gestellten Schultern, nichtsdestoweniger
ist der Rücken und die Nierenpartie kurz,
Brustkorb oval, tief und gut aufgerippt. Das Brustbein
kräftig entwickelt. Der Rücken von guter
Länge, ganz gerade bis zur Lende. Die Lenden
kräftig, kurz und tief. Der Bauch ein wenig
hervortretend.
Die Hinterhand: Kruppe voll
und kräftig bemuskelt. Der Unterschenkel
lang und einen rechten Winel mit dem Oberschenkel
bildend, kräftig, sehnig, sehr beweglich,
nie steif.
Die hinteren Füsse kürzer als die vorderen
und wenig hoch. Die Afterklauen müssen schon
bei der Geburt abgeschnitten werden.
Die Rute ist tief genug
angesetzt, kräftig lang, gut behaartund hat
eine Fahne. In Ruhe hängt sie in leichten
Bogen herab, in Erregtheit mit einem Bogen nach
aufwärtsgetragen, aber ohne einen geschlossenen
Ring zu bilden, sie darf nicht auf dem Rücken
getragen oder an ihm vorbeifallen.
Das
Haar
ist dicht mit einer sehr dichten Unterwolle. Das
Haar ist lang und geschmeidig, läßt
aber die Rückenkonturen gut sehen. Auf dem
Kopfe ist es glattanliegend mit einer hübschen
Franze an den Ohren. Die Halskrause ist gut ausgebildet
und um den Kopf herum glänzend. Auf den Schultern
und dem Rücken ist es kurz und schlicht.
Auf der Brust und den Hüften ist es sehr
gewellt, es bildet auf den Schenkeln einen gut
sichtbaren Scheitel. Die Vorderläufe, von
den Ellenbogen bis zu den Füssen, ebenso
die Hinterläufe bis zu den Sprunggelenken
sind mit verlängerten Haaren versehen. Die
innere und die vordere Seite der Läufe ist
kurz behaart.
Die Farbe ist ein schmutziges
Gelb, oft mit einem Anflug von Schwarz, oder das
letztere ist stärker ausgesprochen, hebt
dann die Körperformen sehr hervor. Die Wolfsfarbe
mit sehr dunklem Oberschädel und Augenumrandungen
ist sehr gesucht, da dies einen klugen Eindruck
macht und einen ernsten Blick veranlasst, Lippen
und Ohrränder schwarz. Die Halskrause sehr
licht. Schultern dunkel, zwischen den Schulterblättern
und den Rücken ist das Haar sehr hell; auf
dem Rücken ist ein dunkler Sattel. An den
Schenkelteilen und Rücken der Ruten ist es
dunkel.
Brust, Haare der Vorderfüsse, der Bauch,
die Partie hinter der Nase und die Fahne der Rute
sind hell. Zur Bestimmung der Farbe sagt man Gold-
oder Silberwolf. Die Hunde mit Maske sind gesucht.
Weiße Flecken sind fehlerhaft, aber ein
kleiner Brustfleck oder ein wenig Weiß an
den Zehen ist entschuldbar.
Das Galgenmaß: Eine
beträchliche Höhe ist eine dringende
Notwendigkeit, es soll der Rüde mindestens
80 cm, die Hündin 70 cm messen. Dabei soll
der Hund im Rücken und in der Hinterhand
absolut fest und gut gebildet sein. Großes
gewicht ist nicht von Wert, der Hund soll gute
Muskulatur und Knochen haben, ohne schwerfällig
zu sein.
Fehler:
Alles was auf Kreuzung mit Bernhardinern hinweist.
Schwerer Oberkopf, ausgesprochener Stirnabsatz,
kurze aufgeworfene Nase, hänende Lippen und
Augenlider, Falten auf der Nase, zu weit auseinanderstehende
und nach vorwärts gerichtete Augen, zu schwere
Formen, schlechtes Haar, nach auswärts oder
einwärts gedrehte Füsse, zu schwere
Kruppe, über dem Rücken getragene Rute,
zu viel Weiß und gerolltes Haar. Bemerkenswert
ist, daß das Haar bei ungenügender
Pflege sich gern ein wenig rollt. Ein gewölbter
Oberkopf ohne Stirnansatz, mit seitswärts
gerichteten Augen ist keine Kreuzung mit Bernhardinern,
sondern mit irgend einer anderen langhaarigen,
großen Rasse

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Die
ältesten Artikel bezüglich der Leonberger
Hunde ,
welche wir haben, sind nachfolgend aufgelistet:
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L'
ELEVEUR
Nr. 418.
vom 01.Januar 1893 |
L'
ELEVEUR Nr. 5. vom 22.September 1895 |
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LE SPORT
UNIVERSEL ILLUSTRE
Seite 204 - 205
Ausgabe 1899
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LE SPORT
UNIVERSEL ILLUSTRE
Ausgabe
04.06.1905
Leonberger
Hundeausstellung
19.-26.05.1905 Paris Schloss des Tuileries
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L'
ELEVEUR
Jahrgang 1950 |
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Die
Deutschen Hunde
von Richard Strebel
Band 1 1904/1905
Unseres Wissen, die erste offizielle Rassebeschreibung
des Leonbergers in einem deutschen Rassehundebuch. |
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Die
Hunderassen
von Aga Gräfin von Hagen
Akademische
Verlahsgesellschaft Athenaion M.B.H. Potsdam
1935
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Eines der besten Rassehunde -Bücher seiner
Zeit. Man findet hier jede Menge Rassebeschreibungen
und Zuchthinweise.
Viele heute seltener und bereits in Vergessenheit
geradene Hunderassen werden genannt. |
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Der
Hund von Leonberg
Die
Geschichte einer Hunderasse
Band 1:
"Eine Turbulente Vergangenheit"
(1846-1948)
Von Metha Stramer
Für
alle, welche sich mit der Entstehung und Zucht
der Leonberger Rasse und den Zuchtvereinen
beschäftigen, möchten wir das nachfolgende
Buch empfehlen. Wir haben uns recht intensiv
mit der Geschichte der Leonberger befasst
und konnten trotz alledem noch vieles dazugewinnen.
So manches stellt sich anders dar |
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Orginal
- Zuchtbücher Leonberger Hunde:
- 1956 bis 1985 Zuchtbuch Leonberger
DDR - (besten Dank an Herrn Gerhard Knape für
die Überlassung)
- 1964 bis 1967 Zuchtbücher des DCLH
- 1989 bis 2007 Zuchtbücher des DCLH
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| Zuchtbuch
The Leonbergerclub
of Great Britain
Stud Book Part 1 and 2
First Edition |
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Aufwändig
handgefertigte Edition mit eingeklebten Orginalfotografien
und vielen Informationen. |
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20
Jahre DCLH Landesgruppe Nord
Eine Chronik der Leonberger LG Nord.
Aus einer Zeit wo es noch offener im Zuchtverein
zuging.
Zahlreiche Geschichten und Bilder zur Geschichte
der Landesgruppe.
Zusammengestellt
von Martin Radde
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TV
Spielfilm
Ruf der Wildnis
(Call off the Wild)
mit Rutger Hauer
nach Jack London
Tierischer Hauptdarsteller
Leonberger Buck |
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Trailer
mit kleinen Ausschnitten dieses Filmes |
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