Der Leonberger und seine Krankheiten



Dieses Thema wird an dieser Stelle nicht mehr aktualisiert
Wir habe hierzu eine weitere Internetseite online gestellt
Schaut dort die aktuellen Themen:

www.pro-leonberger.com


So wunderbar die Rasse des Leonberger Hundes auch ist, leider sie hat mit vielen Krankheiten zu kämpfen.
Nach unseren Recherchen und gesammelten Leonbergerdaten erreicht kaum die Hälfte der geboren Leonberger die 7-Jahresgrenze. :(

Nicht nur von der HD (Hüftgelenksdysplasie) sind viele der Riesen betroffen. Die Häufigste Totesursache ist der Krebs, besonders der Osteosarkom (Knochenkrebs, Knochentumor) verkürzt vielen Leonbergern ihr kurzes Leben. Auch Nierenprobleme, Herzfehler, Kreislauferkrankungen, Magendrehung, Arthrose, Polyneuropathie, Larynxparalyse (Kehlkopflähmung), Kryptorchismus (Hodenhochstand), Panostitis (schmerzhafte Knochenerkrankung), Fehlstellungen der Zähne und Gliedmaßen sind allgegenwärtig. Auch die recht hohe Sterblichkeitrate bzw, Totgeburten , bei den Würfen, sowie das leerbleiben der Hündinnen ist bedenklich.

Leider hält man viele Informationen bezüglich kranker Leonberger Hunde sehr flach. Wir vermuten, dass somit eventuelle Verluste beim "Zuchtgeschäft" vermieden werden sollen :(

 
Schauen Sie also nicht auf Ausstellungstitel sondern nach der Gesundheit und wie die Welpen aufwachsen. Aus Hundeproduktionsstätten (auch die der offiziell organisierten) sollte man sich, nach unserer Meinung, keinen Leonbergerwelpen holen. In einer Zeit mit dem Streben/Gier nach größeren, schöneren und "einmaligen" Dingen, leiden auch die Leonberger Hunde. Welpen von sogenannten Ausstellungschampion werden den teilweisen Produzenten geradezu aus den Armen gerissen.
Nur wenig interessiert da Gesundheit, Wesen und das Aufwachsen der Leonbergerwelpen. Pokale und Titel prägen das Bild von Leonberger-Hundemarkt. Darunter leidet natürlich diese wunderbare Rasse.
Selbst wenn Krankheiten bei Würfen auftreten, wird teilweise weiterhin mit den "gekörten" Elterntieren weitergezüchtet. Vieles abgesegnet ("übersehen") von den Verbänden.
 

 

Schauen Sie sich so manche Leonbergerzüchter-seite im Internet an. Einige haben nicht mal alle Hunde veröffentlicht, nur selten findet man einen Gedanken an die eigenen verstorben Leos - Bringen ja nichts mehr ein.
Findet man schon mal ein Memoriam, dann kaum mit einer Angabe über das Alter und noch weniger warum das Hundeleben so zeitig enden musste.

Einige interessante Artikel bezüglich der Krankheiten beim Leonberger findet man unter nachfolgenden aufgeführten Links:

 
Krankheiten des Bewegungsapparates beim Leonberger
 
 
 
 
 
 
 
 
Organische Erkrankungen vom Leonberger
 
Dilatative Kardiomyopathie - Dilated Cardiomyopathy – DCM

(Kardiomyopathie bedeutet Erkrankung des Herzmuskels. Eine Dilatative Kardiomyopathie ist gekennzeichnet durch eine herabgesetzte Kontraktilität (Pumpschwäche)des Herzenmuskels.
 
 
 
Neurologische Krankheiten beim Leonberger

 
 
Weiter Links zum Thema Leonberger und seine Krankheiten
 
 
 
Risikofaktoren im Zusammenhang
mit der Magendrehung

Quelle:
Petra Hellweg und Jürgen Zentek:
Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Magendrehung des Hundes.
Zeitschr. Kleintierpraxis, 50 (10), 2005: 611-620
 
 
 
 
 

Ein weiterer Link, bezüglich Vereinsmeierei, Krankheiten, Club, Union uvm.
Kritische Anmerkung einer Leonbergerzuchtstätte
(leider hat diese die Zucht inzwischen aufgelöst)


Einige Gedanken von wirklichen Leonberger - Liebhabern

Auszug aus der Zuchtordnung der Deutschen Clubs für Leonberger Hunde ( DCLH e.V. )

§ 1 Vorbemerkungen

Die wichtigste und erste Voraussetzung für ordnungsgemäßes Züchten im " Deutschen Club für Leonberger Hunde e.V. "
( nachfolgend DCLH genannt ) ist die Reinzucht des Leonberger Hundes hinsichtlich
seines äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesens sowie die Erhaltung und Förderung seiner Leistungseigenschaften nach dem bei der FCI niedergelegten Standard Nr. 145 .

Erbliche Defekte und Krankheiten werden vom DCLH erfasst , bewertet , veröffentlicht und planmäßig züchterisch bekämpft .
Als erbgesund gilt ein Zuchthund der Rasse Leonberger dann , wenn er Standardmerkmale , Rassetyp und rassetypisches Wesen vererbt ,
nicht aber abweichend davon erhebliche erbliche Defekte , die die funktionale Gesundheit seiner Nachkommen beeinträchtigen würden .
Die Zuchtordnung des DCLH , das internationale Zuchtreglement der FCI und die Zuchtordnung des VDH sind für alle Mitglieder des DCLH
verbindlich und dulden grundsätzlich keine Ausnahme .

Quelle: DCLH e.V.


Zitat aus o.g. Zuchtordnung:
" Erbliche Defekte und Krankheiten werden vom DCLH erfasst , bewertet , veröffentlicht und planmäßig züchterisch bekämpft "

Wo werden diese denn veröffentlicht?¿? Wo kann der uneingeweihte Welpeninteressent sich dementsprechend informieren?

Ob man diesen § 1 wirklich praktiziert zweifeln wir an, denn uns sind Nachzuchten bekannt, wo gleiche Zuchttiere weiter belegt werden sind, obwohl bekannt ist das Nachkommen stark HD-belastet sind ?¿?
Widerspruch?
Vielleicht sehen wir es auch nur zu eng?

Eine Frage hätten wir dann doch noch an die Verantwortlichen im DCLH bzw. VDH. Wieso werden bei einer so HD-gefährdeten Rasse wie dem Leonberger Hund die HD-Ergebnisse nicht öffentlich zugänglich gemacht. Bisher werden die Rückmeldungen der HD-positiven Hunde nur in der recht dünn beauflagten Vereinszeitschrift veröffentlicht. Diese ist natürlich auch nur Clubmitgliedern zugänglich. Was hilft das aber den Welpeninteressenten? Sollen sie mit ihren Leo's eine Art Lotto spielen um nach 18 Monaten festzustellen, das sie vielleicht auch eine "Niete" gezogen haben, welche ihnen aus Liebe zum Tier die nächsten Jahre zusätzlich ein mehrfaches des Welpenpreise kosten wird.

Man könnte doch ganz einfach, bei den recht hohen empfohlenen "Endverbraucherpreis der Ware" Leonberger, die HD-Untersuchung zum vertraglichen Bestandteil mit den zukünftigen Welpenbesitzern machen. Natürlich sollte dann auch der Züchter die Kosten für die Untersuchung tragen, was bei einem EVP von 1100 oder mehr Euro mehr als gerechtfertigt ist.



Mache sich ein Jeder selbst sein Bild über die organisierte und "überwachte" Leonbergerzucht im DCLH e.V. und somit auch des VDH.


Umfragen bezüglich des erreichten Lebensalter der Leonberger in Großbritannien und den USA / Kanada haben eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 7 Jahren ergeben. Das sind ca. ca. 4 Jahre weniger als der Durchschnitt reinrassiger Hunde vergleichbarer Rassen und Größe.

In einer Umfrage im Jahr 2004 des Britischen Leonberger Clubs waren die häufigsten Todesursachen Krebs (45%), Herz- (11%), und "unbekannt" (8,5%).

Umfragen aus dem aus dem Jahr 2000 des USA/Canada Leonberger Club waren die häufigsten Todesursachen Krebs (37%), Alter (12%), Herz- (9%), und "plötzlichen" Tod (8%).

Gesundheitsumfrage des SLC aus dem Jahre 1982

Für den Deutschen Club für Leonberger Hunde ist leider keine offizielle Statistik bekannt :(


Unsere Statistik aus unserer Datensammlung findet man HIER
 
 
Einen kleinen Einblick in die Ahnen/Zuchtlinie der Leonberger kann sich jeder bei Leonberger Database verschaffen.

Sie hatten einen (mehrere) Leonberger, welcher vorzeitig auf Grund von einer (oder mehreren) Krankheiten aus dem Leben scheiden musste. Hierzu nehmen wir gerne ihre Informationen zu Kenntnis. Bei Leonbergern mit Papieren interessiert uns der Name des Hundes (auch bei "Schwarzzuchten" und Hobbyzuchten), weiterhin geben Sie bitte das Alter und die Diagnose/Name der Krankheit an.
Natürlich interessieren uns auch die Daten von Leonberger, welche aus Altersgründen verstorben sind.
Wir freuen uns dann über eine kurze Nachricht, welche wir auf Wunsch vertraulich behandeln.

Mail: animal-familie@yahoo.de
 


"Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen,
ohne jemandem den Bart zu versengen."
- Georg Christoph Lichtenberg -

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